Welche Bedeutung werden Museen in Zukunft haben? Wie werden gesellschaftliche Verhältnisse in ihnen verhandelt? Durch den Blick auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft befasst sich FUTURE undone kritisch mit Beziehungen und Konflikten zwischen Museen und Gesellschaft. Das Projekt erforscht Museen als Speicher, Erinnerungsorte und öffentliche Räume und thematisiert seine Ökonomien. Es zeigt historische und aktuelle Utopien, Reklamationen, Proteste, Visionen und Träume. Ein Fokus liegt auf der Diskussion von Machtverhältnissen und Ausschlüssen in Vergangenheit und Gegenwart. Mit Ausstellungsobjekten, einem Public Program und Aktionen im öffentlichen Raum lädt FUTURE undone dazu ein, in einem kollektiven Prozess über das Museum der Zukunft und die Zukunft des Museums nachzudenken.

Das interdisziplinäre Kurator*innenteam wagt das Experiment einer Fiktion, um sich mit noch unbekannten Zukünften auseinanderzusetzen. Die Versuchsanordnung im Ausstellungsraum spielt mit einem imaginären Zukunftsszenario: Im Zuge des Projekts wird die Schule der Archäutopie gegründet, die Zukunfts- und Utopievorstellungen früherer und gegenwärtiger Gesellschaften anhand materieller Spuren der Vergangenheit untersucht. Archäutopie soll einen anderen Blick auf die Gegenwart ermöglichen, um Veränderung voranzutreiben. In ferner Zukunft stößt eine Archäutopin auf die in Kisten verpackte Ausstellung aus dem Jahr 2017 und versucht sich an einer Bestimmung und Kategorisierung der rund 50 Objekte. Darunter befinden sich Kunstwerke verschiedener Gattungen (Videos, Zeichnungen, Modelle, Fotografien, etc.) – u.a. Arbeiten von Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien. Teil des Fundes sind außerdem Alltagsobjekte und Dokumente, die sich mit historischen und gegenwärtigen Zukunftsvisionen auseinandersetzen. Die Gedanken der Archäutopin begleiten die Besucher*innen durch die Ausstellung.