lupe Archäutopische Untersuchungen

Wie kann das, was woanders schon funktioniert, für das Museum erprobt und gelernt werden? Die diskursive Veranstaltungsreihe Archäutopische Untersuchungen blickt auf inspirierende Formen des Arbeitens, Zusammenlebens und Handelns als gelebte Zukunftsvisionen des Museums: Expert*innen, Kurator*innen und Besuche r*innen skizzieren gemeinsam Wünsche und Strategien. Das Programm ist ein Plädoyer für eine intensivere inhaltliche Zusammenarbeit zwischen Museen und anderen Einrichtungen und Akteur*innen.

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Do, 12. Oktober, 19.00 Uhr

lupeArchäutopische Untersuchung
Alternative Ökonomien denken / Probe- und Experimentierraum
AIL

Das Museum als gemeinnützige Institution definiert sich vordergründig über seinen kulturpolitischen Auftrag. Kann dies bei der zunehmenden Kommerzialisierung des
Kulturbetriebs noch gewährleistet werden? Wie kann sich das Museum aus seinen ökonomischen Zwängen lösen?
Anamarija Batista (Institut für Institutionelle und
Heterodoxe Ökonomie, WU, Wien), Alexander Jöchl
und Wolfgang Tragseiler (joechlTRAGSEILER, Wien)

So, 15. Oktober, 19.00 Uhr

lupeArchäutopische Untersuchung
Voneinander lernen / Vortrag und Gespräch
AIL

Um voneinander zu lernen, laden wir Vertreter*innen von Institutionen ein, die in ihren jeweiligen lokalen Kontexten und in transnationalen Netzwerken quer zum konventionellen Kunstbetrieb agieren. Diese Kunsträume stellen ihre Strategien und Arbeitsweisen vor und berichten, wie sie sich lokal verankern und gleichzeitig weltweit vernetzen.
Binna Choi (Casco, Utrecht),
Elisabeth Bernroitner (Brunnenpassage, Wien)

Do, 19. Oktober, 19.00 Uhr

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Zukunft dekolonisieren / Filmscreening mit Gespräch
AIL

Was heißt es, wenn Menschen die eigene Kultur und Geschichte abgesprochen wird; wenn sie gezwungen werden ihre Kulturen zu verkörperlichen, anstatt in Museumsbauten zu verräumlichen? Welche Rekonfigurationen muss ein Museum durchlaufen, um dieser Geschichte gerecht zu werden, und kann es das überhaupt noch?

The Last Angel of History von John Akomfrah
(Großbritannien, 1996), Njideka Stephanie Iroh
(Poetin, Performerin, Wien/Abuja)

Di, 24. Oktober, 19.00 Uhr

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Sammlungen dezentralisieren / Filmscreening mit Gespräch
AIL

Was ist wertvoll und was ist Müll? Museen sammeln heute Gegenwart für eine noch unbekannte Zukunft. Gemeinsam wollen wir über Besitz, Wert- und Bedeutungsverschiebungen von gesammelten Objekten in und außerhalb des Museums diskutieren.

Les Glaneurs et la Glaneuse von Agnès Varda
(Frankreich, 2000), Paolo Caneppele (Sammlungsleitung, Filmmuseum Wien),
Michael Salge (PerpetuuMobile 2.3, Wien)

Do, 26. Oktober, 19.00 Uhr

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Institutionelle Strukturen demokratisieren / Probe- und Experimentierraum
AIL

Wie können uns gegenwärtige demokratische Formen institutioneller Strukturen dabei helfen, informelle Hierarchien im Museum, etwa zwischen Kurator*innen und Kunst- und Kulturvermittler*innen, aufzuheben? Was kann das Museum von alternativen Organisationsstrukturen lernen, in denen Rollen kollektiv ständig neu verhandelt und definiert werden?
Barbara Buzanich-Pöltl (Beratergruppe Neuwaldegg, Wien),
Matthias Beitl (Direktor, Volkskundemuseum

Sa, 28. Oktober, 19.00 Uhr

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Occupy Museums! / Video Lecture
AIL

Geschlossene und verlassene Museen, hinterlassene Architektur und ihre Bedeutung für die Öffentlichkeit. Was passiert mit Kunst und Kultur in einem gesellschaftlichen Szenario, in dem es keine Museen mehr gibt? Kann ein solches Ende zugleich auch der Anfang für neue Formen künstlerischer, kultureller Produktion und Öffentlichkeit sein?
Maria Bilbao Herrera (nodoCCS, Venezuela),
Eleni Palles (Künstlerin, Architektin, Wien/Athen)